Pädagogisches Konzept

Schwerpunkt Bewegungskindergarten 

1. Einleitung

Unsere Kindertageseinrichtung legt einen besonderen Schwerpunkt auf den Bereich Bewegung. Durch gezielte Angebote und vielfältige Aktivitäten fördern wir die motorischen Fähigkeiten der Kinder und unterstützen sie in ihrer ganzheitlichen Entwicklung. Bewegung ist ein grundlegender Bestandteil kindlicher Entwicklung und eng mit kognitiven, emotionalen und sozialen Lernprozessen verknüpft. Über Bewegung erleben Kinder sich selbst und ihre Umwelt, erweitern ihre Wahrnehmung und entwickeln ein gesundes Körperbewusstsein. In einer zunehmend digitalisierten Lebenswelt, in der Medien wie Fernsehen, Online-Spiel und Computer den Alltag vieler Kinder prägen, geht häufig wertvolle Bewegungszeit verloren. Dies kann langfristig zu motorischen Defiziten und weiteren Entwicklungsverzögerungen führen. In unserer Einrichtung schaffen wir deshalb bewusst Bewegungsanreize im Alltag und bieten regelmäßig strukturierte Bewegungsangebote an. Dabei achten wir auf eine ganzheitliche Förderung, bei der nicht nur die Grob- und Feinmotorik, sondern auch die Sprache, die soziale Interaktion und das Selbstvertrauen gestärt werden.                                                    

Unser Ziel ist es, jedem Kind Raum und Zeit zu geben, sich durch Bewegung weiterzuentwickeln,  

neue Erfahrungen zu sammeln und Freude an körperlicher Aktivität zu erleben.

 

2. Pädagogische Grundlagen

Im Rahmen unseres Konzepts hat jedes Kind einen festen Platz in einer konstanten Gruppe. Diese feste Gruppenzugehörigkeit ermöglicht den Kindern kontinuierliche und verlässliche Bezugspersonen, die ihnen Sicherheit, Geborgenheit und Orientierung im Alltag bieten. Ein zentrales Element unseres Konzepts ist eine klare, strukturierte pädagogische Ausrichtung. Diese definiert die Rahmenbedingungen, Ziele und Methoden unserer pädagogischen Arbeit und schafft somit eine stabile Grundlage für die Entwicklung der Kinder.

Wichtige Grundsätze unseres Konzepts sind:

  • Feste Gruppenstrukturen, in denen die Kinder täglich betreut werden

  • Verlässliche Rituale, wie z.B. der tägliche Morgenkreis, die  den Tagesablauf strukturieren und Orientierung geben

  • Geborgenheit und Sicherheit durch emotionale Bindung zu konstanten Bezugspersonen

  • Stabile Beziehungen sowohl zwischen Kindern und pädagogischen Fachkräften als auch innerhalb der Kindergruppen

     

Diese Struktur stärkt nicht nur das Zugehörigkeitsgefühl der Kinder, sondern fördert auch ihre soziale,

emotionale und kognitive Entwicklung in einem geschützten und vertrauensvollen Rahmen.

 

Unser Bild vom Kind

Wir sehen jedes Kind als individuell und holen es dort ab, wo es steht. Kinder sind von Anfang an kompetent, bringen ihre ganz eigene Einzigartigkeit mit und begegnen der Welt mit Neugier und Forscherdrang. Sie handeln oft selbstbestimmt, zeigen sich gefühlsstark und sind die besten Expert*innen für ihre eigenen Bedürfnisse.

Unser pädagogisches Handeln basiert auf diesem positiven und wertschätzenden Bild vom Kind.

 

Partizipation

In unserem pädagogischen Alltag verstehen wir darunter die aktive Teilhabe und Mitbestimmung der Kinder. Sie haben die Möglichkeit, ihre Ideen, Empfindungen und Meinungen zu äußern und somit ihren Alltag aktiv mitzugestalten und zu beeinflussen. Partizipation steht bei uns an erster Stelle und bildet das Fundament unserer pädagogischen Arbeit. Unser Modell stellt das soziale Lernen und die alltäglichen Lebensbedingungen der Kinder - unabhängig von Herkunft oder kulturellem Hintergrund - werden in das tägliche Geschehen eingebunden. Besonders wichtig ist es uns, aktuelle Themen der Kinder aufzugreifen und sie aktiv in den Tagesablauf zu integrieren. So schaffen wir eine Umgebung, in der sich jedes Kind gesehen, gehört und ernst genommen fühlt.

Kindeswohl

Das Wohl der uns anvertrauten Kinder hat für uns oberste Priorität. Wir schaffen eine sichere, wertschätzende und kindgerechte Umgebung, in der sich jedes Kind individuell entfalten und entwickeln kann. Dabei achten wir nicht nur auf das körperliche, sondern auch auf das emotionale, soziale und psychische Wohlbefinden. Ein wichtiger Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit ist eine verantwortungsbewusste Sexualpädagogik. Sie unterstützt Kinder dabei, ein gesundes Körper - und Selbstbewusstsein zu entwickeln, fördert einen achtsamen Umgang mit sich und anderen und stärkt sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung. Unser sexualpädagogisches Konzept und unser Konzept zum Kindeswohl werden regelmäßig - mindestens alle vier Jahre - überarbeitet und an aktuelle fachliche und gesellschaftliche Entwicklungen angepasst. Transparenz ist uns hierbei besonders wichtig: Die jeweils gültige Fassung steht jederzeit frei zur Verfügung und kann von Eltern, Fachkräften und Interessierten eingesehen werden. 

Denn wir sind überzeugt:  Nur wenn das Kindeswohl konsequent in den Mittelpunkt gestellt wird, kann nachhaltige und verantwortungsvolle Bildungsarbeit gelingen.

 

3. Unser Bildungsauftrag, unsere Normen und Wertevermittlung

In unserer pädagogischen Arbeit verstehen wir Bildung und Erziehung als einen ganzheitlichen, liebevollen und wertschätzenden Dialog zwischen Kindern und pädagogischen Fachkräften. Jedes Kind bringt eigene Erfahrungen, Bedürfnisse, Interessen und Stärken mit. Es ist uns ein zentrales Anliegen, diese Individualität wahrzunehmen, zu achten und jedes Kind auf seinem Entwicklungsweg einfühlsam zu begleiten und zu stärken. Bildungsprozesse begreifen wir als gemeinsames, aktives Tun, das auf Beziehung und Vertrauen basiert. Kinder sind von Anfang an kompetente, lernende Wesen, die neugierig ihre Welt entdecken. Unsere Aufgabe ist es, sie in ihrem Forscherdrang zu unterstützen, Impulse zu geben und eine anregende Umgebung zu schaffen, die Selbsttätigkeit, Kreativität und Selbstbewusstsein fördert.

In unserer Einrichtung leben wir Werte wie Respekt, Toleranz, Ehrlichkeit, Gerechtigkeit, Verantwortung und Mitgefühl. Diese Normen und Werte vermitteln wir nicht nur im Gespräch, sondern vor allem durch unser tägliches Handeln und das Miteinander in Alltag. Wir begegnen den Kindern auf Augenhöhe - mit echter Empathie, Offenheit und Interesse. Denn nur in einer Atmosphäre der Anerkennung und des Vertrauens können Kinder sich sicher fühlen und ihr Potential entfalten.

Wertevermittlung geschieht bei uns durch Vorbildwirkung, durch gemeinsam erlebte Rituale und durch reflektierte pädagogische Begleitung. Wir regen Kinder dazu an, sich mit ihren eigenen Gefühlen, mit denen der anderen sowie mit Fragen des Zusammenlebens aktiv auseinanderzusetzten. Auf diese Weise leisten wir einen wichtigen Beitrag zur sozialen, emotionalen und ethischen Bildung.

 

4. Umsetzung der pädagogischen Arbeit im Alltag

Tagesablauf

Die Tagesstruktur in unserer Kita ist an die unterschiedlichen Altersstufen der Kinder angepasst. Dabei legen wir großen Wert auf Flexibilität und Individualität, gleichzeitig gibt es jedoch feste Orientierungspunkte im Tagesablauf, die den Kindern Sicherheit und Orientierung bieten.

Der Tag beginnt mit der Bringzeit, die von 7:00/7:30 Uhr bis 9:00 Uhr dauert. In dieser Zeit haben die Kinder die Möglichkeit zum freien Spiel und zur Ankunft in ihrem eigenen Tempo. Gegen 9:00 Uhr findet der Morgenkreis statt. Dieser dient der erneuten Begrüßung, der Besprechung des Tages und der Förderung der Gemeinschaft. Im Anschluss daran beginnt die Zeit für das Freispiel sowie pädagogische Angebote und Projekte, die nach Gruppensituation und Alter der Kinder individuell gestaltet werden. Diese Phase endet gegen 11:45 Uhr bzw. 12:00 Uhr. Anschließend nehmen die Tageskinder gemeinsam das Mittagessen ein, gefolgt von einer Mittagsruhe oder Schlafenszeit, die dem Alter und Bedürfnis der Kinder angepasst wird. Diese Ruhephase dauert in der Regel bis ca. 13:30 Uhr. Ab 13:30 Uhr beginnt die zweite Freispielphase, in der auch gezielt Angebote stattfinden können. Parallel dazu findet eine gleitende Abholphase statt, die sich nach den individuell gebuchte Betreuungszeiten der Kinder richtet.

 

Umsetzung der Bildungsbereiche

In unserer Einrichtung verstehen wir Bildung als einen ganzheitlichen, lebendigen Prozess, der sich in einem liebevollen, wertschätzenden  und sicheren Rahmen entfalten darf. Die Bildungsbereiche setzten wir mit viel Feingefühl und einem Blick für die Einzigartigkeit jedes einzelnen Kindes um. Wir begleiten alle Bildungsprozesse sprachlich und altersgerecht - vom ersten neugierigen Erkunden bis zum selbstständigen Handeln.

Bewegung sowie Körper, Gesundheit und Ernährung

Bewegung und Gesundheit sind zentrale Bestandteile unserer pädagogischen Arbeit - sie durchziehen unseren Alltag in der Einrichtung auf natürliche Weise. Wir setzten bewusst den Schwerpunkt auf Bewegung und Ernährung, da wir davon überzeugt sind, dass körperliches Wohlbefinden die Grundlage für ganzheitliches Lernen ist. Tägliche Bewegungsangebote, vielfältige Bewegungslandschaften drinnen und draußen, sowie regelmäßige Spaziergänge und Ausflüge fördern Motorik, Körperbewusstsein und das Vertrauen der Kinder in ihre eigenen Fähigkeiten. Dabei achten wir darauf, jedes Kind individuell zu begleiten - unabhängig von Alter, Entwicklungsstand oder Temperament. Auch das Thema Ernährung ist uns ein besonderes Anliegen: Wir fördern eine bewusste, ausgewogene und kindgerechte Ernährung im Alltag und nutzen Mahlzeiten als Bildungsanlass, um über Lebensmittel, Geschmack, Herkunft und gesunde Gewohnheiten zu sprechen - kindgerecht und mit viel Fingerspitzengefühl. Unser Ziel ist es, als zertifizierter Bewegungskindergarten anerkannt zu werden. Aus diesem Grund legen wir auf diesen Bildungsbereich besonders großen Wert - in der täglichen Praxis, in der Raungestaltung und in der engen Zusammenarbeit mit Eltern und Kooperationspartnern.

Soziale und (inter-) Kulturelle Bildung

Wir leben Vielfalt und fördern ein respektvolles Miteinander. Jedes Kind wird mit seiner Herkunft, Sprache und Geschichte gesehen. Wir gestalten Rituale und gemeinsame Erlebnisse, die Zugehörigkeit und ein starkes Wir-Gefühl vermitteln - dabei benennen und begleiten wir soziale Prozesse feinfühlig.

Musisch-ästhetische Bildung

Klänge, Farben und Materialien laden zum Gestalten ein. Wir lassen Raum für Kreativität, achten auf individuelle Ausdrucksformen und begleiten künstlerische Prozesse sprachlich, indem wir Fragen stellen, beschreiben und Impulse geben - immer ohne zu bewerten.

Sprache und Kommunikation

Sprache ist der Schlüssel zur Welt. Wir nutzen alltägliche Situationen, um Sprachentwicklung zu fördern - im Morgenkreis, beim Wickeln, Spielen oder Essen. Wir hören aktiv zu, erweitern kindgerechten Wortschatz und geben jedem Kind Raum zum Sprechen und Erzählen. 

Mathematische Bildung

Beim Bauen, Sortieren, Zählen oder Messen erleben Kinder Mathematik mit alle Sinnen. Wir greifen diese natürlichen Interessen auf, stellen Fragen und erklären Zusammenhänge altersgerecht und spielerisch, damit Kinder erste mathematische Strukturen entdecken können.

Naturwissenschaftlich-technische Bildung

Staunen, forschen, ausprobieren - wir laden Kinder ein, die Welt zu entdecken. Ob beim Experimentieren mit Wasser, dem Beobachten von Tieren oder der Frage  „Warum regnet es?“ - wir begleiten die Kinder mit achtsamer Sprache und fördern ihre forschende Haltung.

Ökologische Bildung

Wir vermitteln einen achtsamen Umgang mit Natur und Ressourcen. Beim Gärtnern, Mülltrennen oder Beobachten von Jahreszeiten sprechen wir mit den Kindern über Zusammenhänge und wecken ein Bewusstsein für nachhaltiges Handeln - altersgerecht und erfahrungsnah.

Medienerziehung

Medien sind Teil der kindlichen Lebenswelt. Wir setzten sie bewusst und maßvoll ein, z.B. beim Fotografieren von Projekten oder dem Hören von Hörgeschichten. Dabei begleiten wir die Kinder sprachlich und fördern einen kritischen, kreativen und sicheren Umgang.

Religion und Ethik

Wir regen zum Nachdenken über Werte, Fragen des Lebens und verschiedene Glaubensrichtungen an. In Gesprächen, Geschichten und Ritualen bieten wir Orientierung und laden zum Austausch ein - offen, respektvoll und kindgerecht formuliert.


Freispiel

Das Freispiel ist ein elementarer Bestandteil der pädagogischen Arbeit in unserer Kindertagesstätte. Es beschreibt eine Spielphase, in der die Kinder selbstbestimmt und eigenverantwortlich handeln dürfen. In dieser Zeit wählen sie frei, was sie spielen möchten, mit wem, wie lange, wo und mit welchen Materialien. Dabei sind sie nicht an konkrete Aufgaben oder Anweisungen der pädagogischen Fachkräfte gebunden, sondern folgen ihrem eigenen Interessen, Bedürfnissen und inneren Impulsen. Diese Form des Spiels ist für die kindliche Entwicklung von großer Bedeutung, da sie viele grundlegende Kompetenzen fördert. Kinder lernen im Freispiel unter anderem, soziale Regeln zu verstehen und anzuwenden, Konflikte zu lösen, eigene Ideen zu entwickeln, Verantwortung zu übernehmen sowie Konzentration und Ausdauer zu stärken. Zudem werden kognitive, sprachliche, motorische und emotionale Fähigkeiten ganzheitlich angesprochen und weiterentwickelt. Die Rolle der pädagogischen Fachkräfte im Freispiel ist dabei nicht passiv, sondern vielmehr begleitend und beobachtend. Sie schaffen eine anregende Umgebung, die vielfältige Spiel - und Lernmöglichkeiten bietet, und stehen den Kindern unterstützend zur Seite - zum Beispiel, wenn sie neue Impulse benötigen, bei Konflikten Hilfe brauchen oder sprachlich gefördert werden sollen. Durch gezielte Beobachtung können die Fachkräfte zudem wichtige Erkenntnisse über den Entwicklungsstand und die Interessen der Kinder gewinnen, die wiederum in die weitere pädagogische Planung einfließen. Das Freispiel ist somit weit mehr als „bloßer Zeitvertreib“ - es ist ein bedeutender Lernraum, in dem Kinder ihre Persönlichkeit entfalten und sich auf spielerische Weise mit ihrer Umwelt auseinandersetzten können.

Kitaräume als Bildungsräume

In unserer Einrichtung verstehen wir Räume nicht nur als Orte des Aufenthalts, sondern als aktive Mitgestalter kindlicher Bildungsprozesse - insbesondere im Kontext der Bewegung. Der Raum wird als „dritter Erzieher“ begriffen, der Impulse setzt, Bewegungsfreude weckt und Entwicklung ganzheitlich unterstützt. Unsere Räume sind so gestaltet, dass sie zum Bewegen, Entdecken und Erproben einladen. Bewegungsbaustellen, Podeste, Kletterelemente oder Rückzugsbereiche mit variabler Nutzung bieten den Kindern täglich vielfältige Gelegenheiten, ihren Bewegungsdrang auszuleben. Dabei wechseln Phasen intensiver Aktivität mit Momenten der Ruhe. Bewegung ist ein zentrales Medium kindlicher Entwicklung. Über den Körper begreifen Kinder ihre Umwelt, entwickeln Selbstwirksamkeit, ein gesundes Körpergefühl sowie emotionale Stabilität. Unsere Räume ermöglichen genau das: Kinder können sich ausprobieren, Grenzen erfahren und Erfolgserlebnisse sammeln. Die Kinder dürfen Bewegungsbereiche mitgestalten und Materialien eigenständig nutzen. Ob Decken, Reifen, Tücher oder Bauklötze - alle laden zum kreativen und zweckfreien Spiel ein, das sowohl Motorik als auch Fantasie fördert. Partizipation ist dabei ein wichtiges Prinzip: Kinder erleben sich als aktive Mitgestalter ihrer Umgebung. Unsere Raumkonzepte sind offen und flexibel: Ein Rollenspielbereich wird zum Tanzraum, das Atelier zur Bewegungsgalerie mit Malen im Stehen, Knien oder sogar Liegen. Auch der Flur ist bei uns ein Bewegungsraum mit mobilen Elementen. So werden Lernen und Bewegung eng miteinander verbunden. Unsere Räume fördern Begegnung: Gemeinsames Bauen, Balancieren oder Tanzen fördert soziale Kompetenzen wie Rücksichtnahme, Kooperation und Kommunikation. Bewegung wird so zum Medium der Gemeinschaft.

Vorschularbeit

In unserer Einrichtung verstehen wir Vorschularbeit nicht als „Schulvorbereitung“ im klassischen Sinne, sondern als einen intensiven Entwicklungsprozess, der das Kind in seiner Ganzheit unterstützt. Dabei steht die Stärkung von Basiskompetenzen im Mittelpunkt, die den Übergang in die Schule erleichtern. Wir legen großen Wert auf Partizipation, Selbstwirksamkeit, soziales Miteinander und die Freude am Lernen. 

Beteiligung und Partizipation

Ein zentrales Element unserer Vorschularbeit ist die Beteiligung der Kinder an Entscheidungen, die ihren Alltag betreffen. In regelmäßigen Kinderkonferenzen erleben sie Demokratie hautnah: Sie äußern ihre Meinungen, bringen Ideen ein und gestalten Projekte mit. So lernen sie, Verantwortung zu übernehmen, Kompromisse einzugehen und sich als wichtiger Teil der Gemeinschaft zu erleben.

Ziele unserer Vorschularbeit

  • Entwicklung von Verantwortungsbewusstsein

  • Erste Begegnungen mit schulischen Inhalten wie Zahlen und Buchstaben - altersgerecht und spielerisch 

  • Förderung kognitiver Fähigkeiten, insbesondere Konzentration, Ausdauer, Geduld und Problemlösungsstrategien 

  • Stärkung sozialer Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Konfliktlösung und Kommunikationsfähigkeit 

  • Feinmotorische Förderung (z.B. durch Malen, Schneiden, Bauen) sowie Hand-Auge-Koordination 

  • Erleben von Gruppenarbeit und kooperativen Lernformen

Methoden der Umsetzung

Unsere Vorschularbeit orientiert sich an den Interessen der Kinder und integriert vielfältige Methoden:

  • Projektorientiertes Arbeiten: Kinder planen und gestalten Projekte mit, wodurch Kreativität, Verantwortungsbewusstsein und Ausdauer gefördert werden.

  • Kinderkonferenzen: Regelmäßige Gesprächskreise ermöglichen Mitsprache, Reflexion und Mitgestaltung.

  • Alltagsintegriertes Lernen: Kinder lernen durch Beobachtung, Nachahmung und Beteiligung im Alltag - etwa beim Decken des Tisches, Zählen der Teller oder Erzählen von Geschichten.

  • Feinmotorische und kreative Aktivitäten: Bastelangebote, Konstruktionsmaterialien und praktische Übungen wie das Binden von Schleifen fördert gezielt die Feinmotorik.

  • Gruppen- und Kooperationsspiele: Stärken das soziale Miteinander und das gemeinsame Lösen von Aufgaben.

  • Bewegung und Koordination: Bewegungseinheiten zur Förderung der Körperwahrnehmung und Koordination runden die Vorschularbeit ab.

 

Konfliktmanagement

Unser Konfliktmanagement basiert auf einem respektvollen und achtsamen Miteinander. Im Mittelpunkt steht die gewaltfreie Kommunikation, die auf Ich-Botschaften aufbaut. So lernen Kinder, ihre Gefühle und Bedürfnisse klar auszudrücken, ohne andere zu beschuldigen oder zu verletzten. Ein „Ich bin traurig, weil ich gerade nicht mitspielen darf“ wirkt deeskalierend und fördert das gegenseitige Verständnis. Wir legen großen Wert darauf, Kinder bei Konflikten begleitend und unterstützend zur Seite zu stehen. Dabei ermutigen wir sie, eigene Lösungen zu finden und aktiv aufeinander zuzugehen. Unser Ziel ist es, die Kinder zu stärken, eigenverantwortlich und empathisch mit Konflikten umzugehen. Pädagogische Fachkräfte übernehmen dabei eine zentrale Vorbildrolle. In eigenen Konfliktsituationen verhalten wir uns sachlich, freundlich und ruhig. Wir zeigen den Kindern, wie man Spannungen konstruktiv löst und respektvoll miteinander kommuniziert. Durch unser Verhalten schaffen wie eine Atmosphäre, in der sich alle Beteiligten sicher fühlen und Konflikte als Chance zur Entwicklung genutzt werden können.